„Och nö, nicht schon wieder asiatisch, kenn‘ ich doch schon alles!“ – Für den Fall, dass Ihr selbst dieser Meinung seid oder Eure Lieben um Euch rum mal wieder bei der Essensplanung streiken, dann empfiehlt Gluten Scout Euch wärmstens einen Besuch im Juki, einem glutenfreien koreanischen Restaurant im Berliner Prenzlauer Berg.

Diese koreanische BBQ- und Soju-Bar bietet nämlich so allerlei, dass Euch bislang entgangen sein könnte. Neben pan-asiatischen Vorspeisen werden im Juki traditionelle koreanische Gerichte wie Frisches vom Tischgrill, Suppen und Eintöpfe, koreanische Pancakes und natürlich der Klassiker unter den Spezialitäten, Bibimbap, sowie weitere Köstlichkeiten auf den Tisch gebracht.

Alle Gerichte auf der Karte können wahlweise auch mit Tofu bestellt werden, die Küche arbeitet mit frisch zubereiteten Zutaten ohne zusätzliche Geschmacksverstärker wie Glutamat und obendrein können die meisten Gerichte dank der glutenfreien Tamari Soja-Soße von Kikkoman auch so abgewandelt werden, dass Gäste mit einer Glutenunverträglichkeit nicht das Nachsehen haben. Hierfür wird zwar ein kleiner Aufschlag berechnet, doch bewegt sich dieser mit 50 Cent bis 1 Euro je nach Gericht in einem niedrigen Bereich. Alternativ zur Tamari-Soße steht auch eine glutenfreie süß-saure Soße zur Auswahl.

Eine ausführliche Beratung zu den möglichen Kombinationen bei einer Glutenunverträglichkeit und auch anderen Unverträglichkeiten und Allergien bekommt Ihr vor Ort vom jeweiligen Küchenchef – allerdings solltet Ihr das Service-Personal von Euch aus darauf aufmerksam machen, dass Ihr Eure Auswahl gerne mit jemandem aus der Küche besprechen möchtet. Für die Zubereitung der glutenfreien Gerichte werden die benötigten Flächen und Gerätschaften in der Küche übrigens vorab gesäubert.

 

Ein Menü könnte beispielsweise so aussehen:

Die Vorspeise könnte aus Ha Kao bestehen, gedämpften Teigtaschen auf Reismehlbasis mit Garnelen und glutenfreier Soja- oder süß-saurer Soße. Als Hauptgericht kommen unter anderem alle Gerichte frisch vom Tischgrill oder auch das traditionelle Bibimbap in Betracht. Bei Bibimbap handelt es sich um Reis, der in der Schale oder unten knusprig im Tontopf mit Gemüse, Chilipaste, Spiegelei, zwei Beilagen und beispielsweise Tofu serviert wird. Die am Tisch gegrillten Gerichte werden mit Reis und typisch koreanischen Beilagen wie beispielsweise Kimchi, eingelegten Gurken und Rettich serviert. Kimchi wird aus marinierten und in Tontöpfen eingelagerten Chinakohlblättern gewonnen. Die typische Rotfärbung dieser vitaminreichen Beilage kommt durch die Verwendung scharfen Paprikapulvers zustande. Wegen seiner Zubereitungsart und Lagerungsfähigkeit mutet Kimchi ein wenig wie ein koreanischer Verwandter des in unseren Breitengraden üblichen Sauerkrauts an.

 

Mit Grüntee- und Vanilleeis mit Früchten oder Grüntee Panna Cotta mit Himbeersauce bietet das Juki zudem auch glutenfreie Desserts an.

Mit Blick auf die Getränkekarte empfiehlt Gluten Scout ganz klar die Cocktailkarte, insbesondere der Mojito hat es uns beim Test-Essen angetan. Die Cocktails können geschmacklich locker mit vielen Bars mithalten und kosten obendrein nur 4 Euro. Wer etwas ganz Neues ausprobieren möchte, kann Getränke mit Soju, einem koreanischen Süßkartoffelschnaps, Reiswein oder Aloe Vera-Saft mit Blattstück und Honig kosten.

Einen Überblick über das reichhaltige Angebot könnt Ihr Euch direkt hier verschaffen.

 

Das Juki befindet sich in der Lychener Straße 13 im Prenzlauer Berg und ist vom Alex aus zum Beispiel mit der U2 (Station Eberswalder Straße) zu erreichen. Geöffnet ist dienstags bis samstags von 16.00 Uhr bis Mitternacht, sonntags von 17.00 Uhr an und ebenfalls bis Mitternacht. Montags bleibt das Juki zu – schließlich muss der Kimchi irgendwann eingelegt werden…