Weiter geht es mit dem zweiten Teil zur Bio Messe Berlin, die am 09. und 10. Juni 2012 in der Kreuzberger Arena stattfand. Auch in diesem Teil dreht sich alles um die auf der Messe präsentierten ökologischen Erzeugnisse und Neuheiten, unter denen sich auch viele glutenfreie und laktosefreie Produkte befanden.

 

Als Marktneuheit präsentierte Beltane Naturkost seine neuen Milchreismischungen, die neben dem klassischen Rundkornreis auch Früchte, Gewürze und Nüsse enthalten. Die fünf verschiedenen Sorten sind laktosefrei, glutenfrei und dank des rein pflanzlichen Ursprungs auch vegan.

 

Die Sorte Milchreis Maharani besteht aus einer Reismischung mit Aprikosen und Cashewkernen, hinzu kommt eine Würzmischung, die unter anderem Kokosnuss, Vanille, Zimt, Kardamom, Nelken sowie Safran enthält. Die Mischung Milchreis Kleopatra wartet mit Datteln, Sultaninen, Feigen und einer Würzmischung mit Ingwer, Vanille und anderen Zutaten auf. Die Milchreismischungen können mit 500 ml Milch oder Sojamilch sowohl im Topf als auch im Backofen zubereitet werden. Da es sich um vorgegarten Instantreis handelt, ist die Koch- und Ausquellzeit insgesamt recht kurz.

 

Keine Neuheit auf dem Markt, aber dennoch erwähnenswert sind die in vielen Bio-Supermärkten erhältlichen Blumenbrot Kastanien-Schnitten aus Frankreich. Die Rezeptur ist simpel und überzeugt dennoch durch einen sehr runden Geschmack: Hauptbestandteil ist Reismehl, hinzu kommen 30% Kastanienmehl und Salz. Die knusprigen Schnitten sind ohne Zuckerzusatz, glutenfrei, laktosefrei und auch vegan.

 

Nicht minder lecker, aber umso ausgefallener von der Rezeptur präsentierten sich die in Berlin erhältlichen Rice Up Organic Onigiri. Rice-Oni-was? Onigiri stammt wie Sushi aus Japan und auch bei diesem Snack geben Reis und Meeresalgenblätter den Ton an: denn die Füllung, je nach Sorte herzhaft oder auch süß, wird umhüllt von saftigem Sushi-Reis und außen umschlossen von einem knusprigen Nori-Algenblatt. Mit der handlichen Dreiecksform ergibt sich so ein praktischer und vor allem leckerer Snack für unterwegs.


Die handgemachten Rice Up Onigiri sind alle glutenfrei, denn bei der verwendeten Sojasauce handelt es sich um eine glutenfreie Tamarisauce, also eine Sojasauce, die typischerweise ohne Weizenzusätze hergestellt wird. Das angebotene Sortiment ist vielfältig: süß, vegan, vegetarisch, mit Fisch und mit Fleisch. Wer Fisch isst, dem sei Lachs und scharfe Pflaume empfohlen; Zutaten sind Sushi-Reis, Bio-Lachs, getrocknete Pflaumen, Norialge, Teriyaki-Soße (Soja-Soße, Mirin, Sake, Rohrohrzucker), Apfelsaft, Sonnenblumenöl, Salz, schwarzer Pfeffer, Chili und Cayennepfeffer.

Auch Avocado-Koriander-Limette, ein Vertreter der veganen Onigiri, überzeugt. Zutaten dafür sind Sushi-Reis, Avocado, Koriander, Limettensaft, Sonnenblumenöl, Nori-Alge, Salz, Pfeffer, Chilipulver, Knoblauch – wie die anderen Zutaten bei Rice Up natürlich in Bio-Qualität und, soweit wie möglich, regional erzeugt.

Den Japanisch-Berliner Leckerbissen gibt es derzeit am Gleis der U8 an der Haltestelle Schönleinstraße in Kreuzberg sowie an der Friedrichstraße 114, Ecke Oranienburger Straße in Berlin-Mitte. Demnächst sollen sie aber auch an anderen Orten in Berlin erhältlich sein. Der Preis liegt gegenwärtig bei 2,50 bzw. 2,80 Euro.

 

Hier und da zu kaufen, aber leider noch nicht etabliert auf dem deutschen Markt, sind die tollen Produkte von Amisa Organic, einer Marke des britischen Unternehmens Windmill Organics. Allein die wunderschön gestalteten Verpackungen machen schon Lust, sich durch das glutenfreie, überwiegend vegane Sortiment zu schmausen.

 Neben Amisa Organic hat Windmill Organics unter anderem auch RAW, eine rohköstliche Produktlinie, sowie BioFAIR im Sortiment.

 

Ihren Abschluss fand die Bio Messe Berlin am späten Sonntagnachmittag mit dem Messe Reste Essen. Die am Ende der Veranstaltung übrig gebliebenen Lebensmittel wurden dabei auf ganz besondere Weise „ent-sorgt“: direkt an der Spree und bei Sonnenschein wurde gemeinsam gekocht und bei netten Gesprächen und Rahmenprogramm zusammen gegessen. Schließlich sind 20 Millionen Tonnen genießbarer Lebensmittel, die jährlich in Deutschland auf dem Müll landen, schon mehr als genug!